3D-Druck · Wearables · 2016
Entscheidend am 3D-Druck ist, was man daraus macht: Ein Beispiel dafür waren 2016 die intelligenten Sneakers von EasyJet. Sensoren in einem 3D-gedruckten Gehäuse führen ihren Träger per Vibration ans Ziel.
Bis dahin kannten wir Easyjet nur als Preisbrecher im europäischen Flugreisemarkt. 2016 wagte sich das britische Unternehmen in eine ganz andere Branche vor und stellte Sneakers her. Dass ein Unternehmen so schnell eine neue Branche betreten kann, ermöglicht 3D-Druck als Fertigungstechnologie.
Navigation über die Füße
Bei den „Sneakairs“ (in unserem Beitrag von 2016 „Seakairs“ geschrieben) sind die Turnschuhe mit Sensoren ausgestattet, die in ein 3D-gedrucktes Gehäuse eingebettet sind. Die Idee: intuitiv zum Ziel eines Fußwegs gelangen, ohne an jeder Straßenecke auf Karte oder App zu schauen.
Die Sensoren sind per Bluetooth mit einer App verbunden, in der man sein Ziel wählt. Schwingungen eines in der Sohle eingebetteten Mini-Motors zeigen an, ob es nach links oder rechts geht; am Ziel vibriert der Schuh dreimal. Das Projekt war Teil des Barcelona Street Project und wurde in der katalanischen Metropole getestet. Die Prototypen waren so programmiert, dass die Tester die wichtigsten Sehenswürdigkeiten allein mit ihren Schuhen fanden. Videos dazu: Video 1 · Video 2
Schuhe als Beispiel für den 3D-Druck
trendlog3D, aus dem EXCIT3D hervorging, sah 2016 in Schuhen ein Paradebeispiel für eine Branche, in der sich 3D-Druck schnell durchsetzen wird, denn die individuelle Passform spricht für diese Fertigungstechnologie. Interessant wird es, wenn zusätzliche, per 3D-Druck gefertigte technische Funktionen einen Zusatznutzen bieten. Welche neuen Anbieter sich in dem traditionsreichen Markt durchsetzen, war damals offen.
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