Augmented Reality

Augmented Reality für Kultur, Handel und Industrie

Augmented Reality (AR) blendet 3D-Modelle, Figuren und Informationen in das Kamerabild von Smartphone, Tablet oder Brille ein. EXCIT3D entwickelt AR-Apps und WebAR, unter anderem für Stadtrundgänge in Goslar, Uslar und Wassenberg, für sechs Museen im Landkreis Kusel, für die Innenstadt-Schatzsuche ARcadia und für RWE Renewables.

Was ist Augmented Reality?

Im Gegensatz zur virtuellen Realität, die uns in eine komplett digitale Welt versetzt, überlagert die Augmented Reality die reale Welt mit virtuellen Elementen, die auf unseren Geräten sichtbar sind.

AR läuft als App für iOS und Android oder als WebAR direkt im Browser, ohne Download. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie oft und wie lange die Anwendung genutzt wird und welche Funktionen sie braucht.

Augmented Reality Konzept
AR überlagert die reale Welt mit digitalen Informationen

Die Vorteile der Augmented Reality

Wofür AR in unseren Projekten eingesetzt wird.

Visuelle Darstellung

Produkte, Gebäude und Daten als 3D-Modell im realen Raum zeigen, im richtigen Maßstab und von allen Seiten.

Effiziente Planung

Anleitungen und Informationen direkt am Objekt, etwa für Montage, Wartung oder die Abstimmung auf der Baustelle.

Kundeninteraktion

Mit AR können Benutzer beispielsweise 3D-Modelle von Produkten in der realen Welt betrachten, was die Kaufentscheidung erleichtert.

Schulung & Bildung

AR kann für Schulungs- und Bildungszwecke genutzt werden, etwa um medizinisches Personal bei komplexen Prozeduren zu unterstützen oder Auszubildenden praktische Erfahrungen zu vermitteln.

Anwendungen der Augmented Reality

Ausgewählte Projekte nach Branche.

Industrie und Handwerk

Im Oktober 2021 haben wir eine AR-App namens „RWE AR Experience“ für RWE Renewables entwickelt. Ein sich drehendes und sprechendes Windrad vermittelt Nutzern Informationen über erneuerbare Energie. Nutzer können ein 3D-Windrad auf beliebigen Oberflächen platzieren – umgesetzt mit der codecentric AG.

Im Oktober 2022 folgte die WebAR-Lösung „Experiencing Renewables“ – eine virtuelle Windturbine direkt im Browser, ohne App-Download. Die 3D-Turbine kann via Smartphone auf Tischoberflächen platziert werden.

RWE AR Experience
RWE AR Experience – Virtuelle Windturbine interaktiv erleben
AR-App Das Teilchenuniversum auf dem Smartphone
AR-App „Das Teilchenuniversum“ für das LHC-ErUM-FSP-Büro

Medizin und Wissenschaft

In Medizin und Wissenschaft zeigt AR komplexe Strukturen räumlich, etwa Knochenbrüche vor einer Operation oder Phänomene der Teilchenphysik. Für das LHC-ErUM-FSP-Büro haben wir die AR-App „Das Teilchenuniversum“ entwickelt, vorgestellt 2024 zum 70. Geburtstag des CERN.

Im April 2019 arbeitete EXCIT3D mit RIMASYS und dem Städtischen Klinikum Solingen an einem Projekt für eine wissenschaftliche Dokumentation des ORF zum Thema „Medizin der Zukunft“. AR wurde genutzt, um komplexe Knochenbrüche im Vorfeld von Operationen auszudrucken und dem Operateur sowohl als Anschauungsobjekt als auch als AR- und VR-Modell zur Verfügung zu stellen. Dies trug dazu bei, Operationen besser, schneller, kostengünstiger und patientengerechter zu gestalten.

RIMASYS, der weltweit einzige Hersteller von realistischen Frakturen im Humanpräparat mit geschlossenem Weichteilmantel, ermöglichte eine realitätsnahe Übung für Chirurgen im „OP-Saal der Zukunft“. Patienten profitieren von einer schnelleren, effizienteren Operation und einem verringerten Infektionsrisiko.

Architektur und Immobilien

Der „Europagarten“ in Herne vereint Architektur und digitale Technologien. Die für die E-Gruppe entwickelte App platziert geplante Gebäude via Smartphone in AR. Die Partnerschaft wurde um weitere Projekte erweitert: Logistikhalle Sehnde-Ost und Kaiserquartier Herne.

Die Rekonstruktion der Synagoge Solingen macht die vor 150 Jahren errichtete und 1938 zerstörte Synagoge wieder erlebbar – als AR-Modell, auf einer Website oder per VR-Headset.

Europagarten Herne Synagoge Solingen
Europagarten Herne – AR bringt Architektur zum Leben

Tourismus und Kulturerbe

Im Tourismus zeigt AR historische Gebäude und Personen an dem Ort, an dem sie standen. Schloss Broich in Mülheim an der Ruhr ist eine der ältesten karolingischen Burganlagen nördlich der Alpen. In der App „BJÖRN | Zeitreise Schloß Broich“ führt der Wikinger Björn an acht Stationen durch die Geschichte der Anlage, von der Sperrburg im Jahr 883 bis 1787. AR-Portale öffnen dort 360°-Szenen der jeweiligen Epoche.

Die Kampen.Digital-App für Sylt bietet einen Kultur- und Kunstpfad mit 40 Stelen zu Persönlichkeiten wie Thomas Mann und Ernst Ludwig Kirchner – inklusive Kinderrundweg mit dem „Sylter Puk“.

Schloss Broich – Wikinger Björn
Schloss Broich – Wikinger Björn als digitaler Guide
DOM:Digital – Goslarer Dom

DOM:Digital – Goslarer Dom

Der Goslarer Dom (1040 bis 1050 errichtet, 1051 geweiht, vor über 200 Jahren abgerissen) wird virtuell erlebbar: 3D-Rekonstruktion, 360°-Rundgang, Zeitreise ins Jahr 1426 und Escape-Game mit der Fledermaus „Lunar“.

Anna von Kleve

Die Bergischen Drei

Die AR-Wanderapp „Bergische Drei“ (Remscheid, Solingen, Wuppertal) führt zu 16 historischen Orten mit AR-Figuren wie Anna von Kleve – einer der ersten digitalisierten Charaktere Deutschlands.

UslAR – Entdecke uns neu!

UslAR – Entdecke uns neu!

Die UslAR-App führt per GPS zu elf historischen Standorten in der Solling-Vogler-Region, wo lebensgroße Figuren in AR zum Leben erwachen.

Aktuelle AR-Projekte 2026

Avatare der Kuseler Museums-App

Sechs Museen im Landkreis Kusel

AR, Avatare, 360°-Aufnahmen und Quiz für sechs Museen im Oberen Glantal, gestartet am 31. Mai 2026.

Figuren der App Sagenhaftes Rastede

Sagenhaftes Rastede

AR- und VR-App für Rastede Touristik mit 3D-Rekonstruktionen, historischen Figuren, Sagen und Minigames.

Ritter Gerhard und Sammy der Sämling

Wassenberg, erweitert 2026

Die AR-App mit Ritter Gerhard läuft seit 2019 und wurde 2026 um Inhalte zum Luftkurort und die Figur Sammy der Sämling erweitert.

Kunst und Kultur

Mit AR lassen sich Kunstwerke als 3D-Modell auf Smartphone und Tablet zeigen, auch außerhalb des Ausstellungsraums.

Im Projekt „Mater Dei“ wurde eine Assemblage der Künstlerin Yvette Endrijautzki am Rechner nachmodelliert, 3D-gedruckt und wird als AR-Modell präsentiert – zugänglich über Smartphones und Tablets, ohne spezielle App.

Der Pop-Art-Künstler Niloc Pagen nutzt AR, um seine bunten Kunstwerke digital erlebbar zu machen.

Assemblage Mater Dei von Yvette Endrijautzki als 3D-Modell
„Mater Dei“, Assemblage von Yvette Endrijautzki: nachmodelliert, 3D-gedruckt und als AR-Modell umgesetzt

Einzelhandel und E-Commerce

Im Handel bringt AR Aktionen und Produkte auf das Smartphone. Mit ARcadia haben wir eine WebAR-Schatzsuche für Innenstädte und Shopping-Center entwickelt: Passanten scannen einen QR-Code, sammeln 3D-Schätze und lösen sie beim Händler als Gutschein ein, ohne App-Download und ohne Registrierung.

Das „Try-before-you-buy“-Erlebnis im Onlinehandel lässt Kunden Produkte wie Möbel vor dem Kauf als 3D-Modell im eigenen Raum platzieren.

AR im E-Commerce
Möbel virtuell im eigenen Zuhause platzieren

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