Nützliche Begleiter in Corona-Zeiten: Türöffner aus dem 3D-Drucker (März 2020)

3D-Druck · Infektionsschutz · 2020

Türöffner aus dem 3D-Drucker

Im März 2020 haben wir bei EXCIT3D Türöffner aus dem 3D-Drucker eingesetzt, um keimbelastete Türgriffe nicht anfassen zu müssen. Gedruckt haben wir einen Haken nach einer Vorlage von IGO3D und einen Hands-Free-Door-Opener von Materialise, aus dem desinfizierbaren Filament Trayfill.

Teile
Türhaken, Hands-Free-Door-Opener
Vorlagen
IGO3D, Materialise
Material
Trayfill
Drucker
Ultimaker

Herstellen, wo es gebraucht wird

Mit 3D-Druckern lassen sich Gegenstände dort und dann herstellen, wo und wann sie gebraucht werden, im März 2020 etwa in der Corona-Krise. Türgriffe zählen zu den am stärksten keimbelasteten Objekten in Wohnungen, Krankenhäusern, Produktionsstätten und Altenheimen. Um die Weitergabe von COVID-19 zu vermeiden, nutzten wir bei EXCIT3D einen Haken, den jeder mitführen kann, um Türen zu öffnen. Die 3D-Vorlage stellte uns die Firma IGO3D zur Verfügung.

Der Türöffner-Haken nach der Vorlage von IGO3D. © EXCIT3D GmbH

Außerdem setzten wir einen Hands-Free-Door-Opener nach einem 3D-Modell der Firma Materialise ein. Beide Teile haben wir auf unseren Ultimaker-Druckern gefertigt.

Der Hands-Free-Door-Opener nach dem Modell von Materialise. © EXCIT3D GmbH

Ein desinfizierbares Material

Die Kunststoffteile sind keine Wegwerfprodukte. Damit sie sich reinigen und desinfizieren lassen, verwenden wir das Filament Trayfill unseres Partners iGo3D. Laut Hersteller ist Trayfill als Medizinprodukt der Klasse 1 zertifiziert und kann damit für bestimmte medizinische Anwendungen genutzt werden.

Sterilisation
Maschinell sterilisierbar
Desinfektion
Anders als etwa PLA mit Desinfektionsmitteln verträglich
Chemische Resistenz
Gegen die meisten Lösemittel wie Alkohole
Bezug 2020
Über IGO3D

In der Corona-Krise wurde häufig nach Kunststoffen für Atemmasken und ähnliche Gegenstände gefragt. Solche Anwendungen müssen im Einzelfall geprüft werden; Trayfill bietet hier einige Vorteile. Das Material war bei IGO3D erhältlich.

Ein Ad-hoc-Netzwerk

Für Einrichtungen mit dringendem Bedarf wollten wir im März 2020 ein Ad-hoc-Netzwerk mit 3D-Drucker-Besitzern aufbauen; Krankenhäuser und Altenheime sollten bevorzugt werden.

Weitere Beiträge aus dem Frühjahr 2020

Mit IGO3D haben wir außerdem eine Atemmaske zum Download umkonstruiert; weitere Gedanken zum 3D-Druck in der Krise enthält Masken und Face-Shields unter 1 Euro. Zur Verbreitung des Virus haben wir eine Modellrechnung veröffentlicht; wie 3D-Technologien die wirtschaftlichen Folgen abmildern können, beschreibt dieser Beitrag vom Februar 2020.

Hilfsmittel aus dem 3D-Drucker

Wir drucken Hilfsmittel und Ersatzteile schnell und in passenden, auch desinfizierbaren Materialien.

3D-Druck · EXCIT3D GmbH, Solingen
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Häufige Fragen

Was wurde gedruckt?

Ein Haken zum Öffnen von Türen nach einer Vorlage von IGO3D und ein Hands-Free-Door-Opener nach einem 3D-Modell von Materialise, beide auf Ultimaker-Druckern.

Warum Trayfill?

Das Filament von iGo3D ist laut Hersteller als Medizinprodukt der Klasse 1 zertifiziert, maschinell sterilisierbar und mit Desinfektionsmitteln verträglich, anders als etwa PLA.

Wer konnte die Teile bekommen?

Im März 2020 wollten wir ein Ad-hoc-Netzwerk mit 3D-Drucker-Besitzern aufbauen, um den Bedarf zu decken; Krankenhäuser und Altenheime hatten Vorrang.

Mehr zum Thema: Optimierte Atemmaske · Masken unter 1 Euro · Modellrechnung 2020 · 3D-Druck. Themen: 3D-Druck, Infektionsschutz, Corona, Filament, Medizin

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Über EXCIT3D GmbH

Wir entwickeln Anwendungen an der Schnittstelle von 3D-Technologie, Augmented Reality, Virtual Reality und Softwareentwicklung. Für Industrie, Kultur und öffentliche Auftraggeber entstehen bei uns Lösungen von der ersten Idee über 3D-Datenverarbeitung und Benutzeroberfläche bis zum produktiven Betrieb. Unser Sitz ist in Solingen.