Was ist virtuell, was ist echt?

Schon vor dem 200. Geburtstag zeigen wir den berühmten Wuppertaler Friedrich Engels als Augmented Reality Modell und als 3D-gedruckte Version.

Friedrich Engels war ein deutscher Philosoph, Gesellschaftstheoretiker, Historiker, Journalist sowie kommunistischer Revolutionär und darüber hinaus ein erfolgreicher Unternehmer in der Textilindustrie. Gemeinsam mit Karl Marx entwickelt er die heute als Marxismus bezeichnete Gesellschafts- und Wirtschaftstheorie (siehe WIKIPEDIA).  Im nächsten Jahr würde der am 28. November 1820 geborene Barmer seinen 200. Geburtstag feiern.

Die Demokratisierung der Produktion durch 3D-Drucker raubt dem Kommunismus sozusagen die theoretische Grundlage.

Wir nehmen den runden Geburtstag zum Anlass, Friedrich Engels in die Moderne zu rücken. Denn wenn wir jetzt ein 3D-Modell des jungen Engels mit einem 3D-Drucker fertigen, hat das eine hohe Symbolkraft. Für Marx und Engels waren die Produktionsmittel ein zentraler Begriff ihrer Theorie. Das Eigentum an ihnen (Maschinen) war für sie ausschlaggebend für die Herrschaft der Bourgeoisie, sie waren sozusagen Kern des Reichtums. Heute kann sich aber jeder für wenige hundert Euro einen 3D-Drucker leisten. Die Demokratisierung der Produktion, die diese Technologie ermöglicht, entzieht somit dem Kommunismus die theoretische Grundlage. Wenn jeder zum Produzenten werden kann, fehlen langfristig die Fabriken, in denen sich die Arbeiter ausbeuten lassen.

Nachmodelliert auf Basis einer alten Fotografie

Um den jungen Engels ausdrucken zu können, haben wir ihn auf der Basis einer alten Fotografie in 3D nachmodelliert. Anschließend haben wir ihn in Farbe und einfarbig gedruckt und eine Augmented Reality Version erstellt. Mit einem iPhone oder iPad lässt sich Friedrich Engels nun in die eigene Wohnung oder den Klassenraum holen und auf den Tisch stellen. Rufen Sie dazu im Safari-Browser folgende Seite auf: www.mobile-ar.de/excit3d-models/ tippen Sie dann erst auf das Foto, dann auf den Button „AR“ und tippen Sie ein weiteres Mal auf das Bild ihrer Kamera. Sie können den jungen Engels anschließend skalieren und drehen oder ihn von allen Seiten betrachten.

Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal und den Bergischen Drei

Auf Wunsch der Stadt Wuppertal haben wir anlässlich des 200. Geburtages  eine Büste des älteren Friedrich Engels der Künstlerin Heike Insing-Alms gescannt und in unterschiedlichen Größen mit diversen Materialien 3D-gedruckt. MEHR DAZU.  Außerdem haben wir auch für den älteren Engels ein AR-Modell erstellt, dass hier mit iPhones betrachtet werden kann. Neben weiteren Büsten von Friedrich Engels  im Kleinformat  zeigte der Verein Bergisches Land Tourismus Marketing (Bergische Drei) Schloss-Burg-Modelle aus unseren 3D-Druckern. Die Bergischen Drei präsentierten das Städtedreieck auf dem „Germany Travel Mart™“ (GTM) in Wiesbaden – eine Fachmesse der Reisebranche.  Zum Engelsjahr, bei dem in Wuppertal zahlreiche Envents stattfinden, wurde eine Website erstellt.